Lehre

Lehrangebot im Wintersemester 2022/23

B.Po.701 „Politische Kultur, Akteurshandeln und Öffentlichkeit“

Das Modul setzt sich aus dem Besuch der Vorlesung und der erfolgreichen Teilnahme an einem der angebotenen Seminare zusammen.

Vorlesung: Prof. Dr. Simon Franzmann: Empirische Demokratieforschung

Zeit: dienstags 10:00 – 12:00 Uhr

Ort: ZHG 101

Vorlesungsdetails

Der weltweite Siegeszug der Demokratie als Staatsform galt in den 1990er Jahren als unaufhaltsam. Indes machte sich in den vergangenen Jahren zunehmend Ernüchterung breit:  Nicht nur wurden in den Transitionsstaaten Mittelosteuropas sowie in Asien und Lateinamerika demokratische Reformen zurückgenommen, sondern auch die vermeintlich etablierten „westlichen“ repräsentativen Demokratien werden von populistischen Parteien und Bewegungen infrage gestellt. Wie können diese Entwicklungen politikwissenschaftlich analysiert werden?

Die Vorlesung startet mit einem Überblick über die wesentlichen konzeptionellen und forschungspraktischen Grundlagen zur Unterscheidung von Demokratie und Autokratie. Es wird das Konzept der eingebetteten Demokratie ebenso besprochen wie verschiedene institutionelle Spielarten der Demokratie und Untertypen der repräsentativen Demokratie. Dabei werden auch Fragen der Messung der Demokratiequalität behandelt, in Analysen des Handelns politischer Akteure wie Parteien und politische Bewegungen eingeführt und die kulturellen Voraussetzungen für das Funktionieren einer Demokratie diskutiert. Schließlich werden zur Veranschaulichung einzelne konkrete Projekte des Instituts für Demokratieforschung vorgestellt.

Literatur:

Boese, Vanessa A., Nazifa Alizada, Martin Lundstedt, Kelly Morrison, Natalia Natsika, Yuko Sato, Hugo Tai, and Staffan I. Lindberg. (2022). Autocratization Changing Nature? Democracy Report 2022. Varieties of Democracy Institute (V-Dem).

Caramani, Daniele (2017): Comparative Politics. Oxford University Press.

Merkel, Wolfgang (2010): Systemtransformation. Eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung. Springer Verlag.

Schäfer, Armin und Michael Zürn (2021): Die demokratische Regression. Suhrkamp.

Seminare

  • Joschua Helmer: Digitalisierung als politisches Problem, mittwochs 10:00-12:00 Uhr,
  • Felica Riethmüller: Methoden der Analyse politischer Texte und ihre Anwendung, dienstags 14:00 – 16:00 Uhr, VG 4.104
  • Alexander Hensel: Einführung in die Parteienanalyse am Beispiel der AfD, donnerstags 10:00 – 12:00 Uhr, donnerstags 10:00 – 12:00, KWZ 0.607
  • Dr. Otto-Eberhard Zander: Die Bundeswehr in der Demokratie, donnerstags, 14:00 – 16:00 Uhr, VG 0.110
  • PD Dr. Stephan Klecha: Von der SED zur SPD – Das Beispiel Otto Buchwitz, (27.10.2022: 18:15-19:45 Uhr; 3.11.2022: 18:15-19:45 Uhr; 16.12.2022: 15:00-20:00 Uhr; 3.2.2023: 15:00-20:00 Uhr; 4.2.2023: 10:00-17:00 Uhr)

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis und StudIP.

B.Pol.703: „Demokratie und gesellschaftliche Konflikte.“

Das Modul setzt sich aus der erfolgreichen Teilnahme an zwei Seminaren zusammen. Die Prüfungsleistung erbringen sie in einem Seminar.

  • Dr. Stine Marg: Zwischen Wutbürgern und Querdenkern – Einführung in die Bewegungsforschung am Beispiel aktueller Protestformationen, donnerstags 10:00 – 12:00 Uhr, VG 2.103
  • Klaudia Hanisch: Pfade der Systemtransformation. Politische Eliten, Konfliktlinien und Populismus in Polen und der Ukraine. (Blockveranstaltung)

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis und StudIP.

M.Pol.001 Forschungslogik und Forschungsdesign

Das Modul besteht aus einem Seminar.

Wie kann eine Forschungsfrage sinnvoll formuliert werden? Wie kann die Relevanz dieser Forschungsfrage gut begründet werden? Welche Methode – ob qualitativ oder quantitativ – ist die geeignetste zur Beantwortung der Forschungsfrage? Diese Veranstaltung gibt einen einführenden Überblick in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschungslogik und Forschungsdesigns. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Erstellung und Analyse sozialwissenschaftlicher Konzepte als Ausgangspunkt jeder Art guter sozialwissenschaftlicher Forschung. Diese Lehrveranstaltung beginnt zunächst inhaltlich recht abstrakt, bietet Ihnen aber im Verlauf Ihres Studiums einen hohen praktischen Nutzen bei der Umsetzung schriftlicher Arbeiten – von der Haus- über die Master bis hin zu einer möglichen Doktorarbeit.

Literatur:

  • Ganghof, Steffen (2019): Forschungsdesigns in der Politikwissenschaft: Eine theorieorientierte Perspektive mit Anwendungsbeispielen. Springer Essentials.
  • Goertz, Gary (2020): Social Science Concepts and Measurement. Princeton.
  • Gschwend, Thomas und Frank Schimmelfenning (Hg.) (2007): Forschungsdesign in der Politikwissenschaft, Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York.
  • Toshkov, Dimiter (2016): Research Design in Political Science. Palgrave.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis und StudIP.

M.Pol.951 „Demokratieforschung: Gesellschaftliche Konflikte“

Das Modul setzt sich aus der erfolgreichen Belegung beider Seminare (insgesamt 3 SWS) zusammen. Die Prüfungsleistung wird in einem Seminar erbracht.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis und StudIP.

M.Pol.952, M.Pol.1000, M.Edu.100 Masterkolloquium

Prof. Dr. Simon T. Franzmann: Masterkolloquium: Forschungspraxis Demokratie und gesellschaftliche Konflikte, montags 12:00-14:00 Uhr s.t., VG 4.104

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis und StudIP.